Frosch, Wasser & Co
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Triops cancriformis © U. Manzke

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Bitte um Mitarbeit - Urzeitkrebse gesucht!
Zur Zeit finden sich die Sommerarten wie der Große Schildkrebs oder auch "Triops", der Sommer-Feenkrebs und der Linsenkrebs; möglicherweise auch Sommer-Generationen von Tanymastix stagnalis

Aktuell: eine Videosequenz von Branchipus schaefferi von einem ehemaligen Truppenübungsplatz in Nordrhein-Westfalen (aufgenommen am 13.08.2021).

Triops cancriformis © U. Manzke

Der Große Schildkrebs Triops cancriformis ist vor allem in Pfützen von Wagen- und Panzerspuren auf (ehemaligen) militärischen Übungsgeländen zu finden. Weiterhin gibt es große Vorkommen in Fischaufzuchtgewässern, aber auch in der Überschwemmungsaue des oberen Rheintals z.B. bei Karlsruhe, wo die Art oft gemeindsam mit dem Linsenkrebs Limandia lenticularis zu finden ist.

Für Hinweise und Fundmeldungen zu Vorkommen von Urzeitkrebsen in Deutschland, Skandinavien und "Rest-Europa" bin ich dankbar. Die Funddaten werden von mir "seriös" und projektbezogen gehandhabt.
Die Fundangaben fließen in drei Projekte ein:
1) "Besiedlungsgeschichte der Urzeitkrebse in Deutschland" (Arbeitstitel),
2) Neubearbeitung der Rote Liste Großbranchiopoden Deutschlands (ehrenamtliche Betätigung; vgl. Artportrait des Monats beim Rote Liste Zentrum) und
3) "Verbreitung der Großbranchiopoden in der Westpaläarktis" (internationales ehrenamtliches Projekt).

Neben den unmittelbaren Fundmeldungen bin ich auch für die Bereistellung und Hinweise zu "grauer Literatur" (studentische Projektarbeiten, Graduiertenarbeiten, Gutachten, u.ä.) dankbar.

Funde aus Deutschland würde ich gerne für mein Manuskript "Besiedlungsgeschichte der Urzeitkrebse in Deutschland" (Arbeitstitel) und die spätere Veröffentlichung dazu nutzen. Alle "Melder" werden dort namentlich genannt (sofern erwünscht, und erhalten einen Sonderdruck/PDF).

Desweiteren würde ich diese Funddaten auch gerne für die ehrenamtlichen Projekte "Neubearbeitung der Rote Liste Großbranchiopoden Deutschlands" sowie das im Frühjahr 2021 gestartete internationale Projekt "Verbreitung der Großbranchiopoden in der Westpaläarktis" nutzen. Hier wären auch weitere Fundmeldungen aus Europa, Nordafrika entlang der Mittelmeerküste bis zur Türkei hilfreich. Dieses Projekt wird von dem Östterreicher Tobias Schernhammer geleitet und koordiniert. Im Grunde genommen geht es dabei um eine Neufassung - und eine geographische Erweiterung des Bezugsraumes - der Arbeit von "Brtek & Thiery (1995): The geographic distribution of the European Branchiopods (Anostraca, Notostraca, Spinicaudata, Laevicaudata)." Eine Internetseite zu dem Projekt wird vorbereitet, aktuell, siehe die österreichische Webpräsenz: http://www.argeurzeitkrebse.wordpress.com/ .

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei allen Meldern und Gewähsrleuten von Frühjahrsarten recht herzlich bedanken! Es sind einige neue Nachweise hinzugekommen.

... zu den Urzeitkrebsen

Nachweiskarten der Urzeitkrebse in Deutschland

PDF "Aufruf zur Meldung von Funden der Großbranchiopoden in Deutschland"

Kontakt

Aussterbe-Daten der einzelnen - bereits früher isolierten - Populationen unmittelbar um Hannover, sowie zu erwartende weitere Aussterbe-Ereignisse (Szenario ohne Hilfsmaßnahmen) (Stand: 2003).

"Ist-Stand" der östlichen Populationen mit den Jahreszahlen "2005", "2010" und "2015":
- "2005" "Hämelerwald", 2004 ausgestorben; hier wurde durch mich und Partner im Zeitraum 2006-2010 eine "Spiegelpopulation" der vom Aussterben bedrohten Population "Immensen - Arpke - Burgdorfer Holz" etabliert (zumindest ein Teil des ehemaligen Genpools scheint sich daher erhalten/gerettet zu haben) Erhalt eines lokalen Genpools durch Etablierung einer Spiegelpopulation
- "2010" "Immensen - Arpke - Burgdorfer Holz", aufgrund fortgesetzter Schwierigkeiten seitens der zuständigen Mitarbeiterin im Team-Ost der UNB Region Hannover, beschränkten sich die Maßnahmen im Wesentlichen auf nur zwei (drei) Reproduktions- gewässer des Laubfrosches, ... 2019 konnte noch ein rufendes Männchen gehört werden
- "Ahltener Wald - Burgdorf", wegen fehlender Biotop-Management-Maßnahmen ist die Population zusammengebrochen, 2019 konnten hier noch einige "letzte Mohikaner" gehört werden, der Fortbestand ist fraglich.

Durch den "Dornröschenschlaf" der zuständigen Behörde (hier als Einheit zu betrachten) ist eingetreten, was zwangsläfig über kurz oder lang eintreten würde: Verstärkung menschgemachter Katastrophen durch natürliche Katastrophen (hier Klimaveränderung, aber wohl auch menschgemacht ...).

Lese-Tipp
Verlust der Biologischen Vielfalt und der Genetischen Diversität durch voreilige Vermischung von Populationen, am Beispiel des Laubfrosches
"Hände weg von selbstgefälligen und der Eigenprofilierung dienenden Spielereien!"

Anstatt die bestehenden Populationen zu erhalten, zu fördern und zu entwickeln werden derzeit leider unsinnige und äußerst fragwürdige Ansiedlungen mit Mixpopulationen ohne Entsprechung in der Natur vorgenommen - dies ist modern, und man kann sich auf die Schulter klopfen: "Seht her, wir tun was!".

Im Sinne der "Biodiversitätskonvention" sind zum einen die Arten, und zum anderen aber auch die vielen unterschiedlichen Genpoole der einzelnen Populationen einer Art - und damit einzigartig pro Population - zu erhalten und zu schützen.

Genetische Vielfalt wird einfältigerweise und anthropozentrisch so verstanden, dass es möglichst gut ist, einen sehr reichhaltigen Genpool pro Individuum zu besitzen. So meinen leider viele (engagierte) ehren- und hauptamtlich im Natur- und Artenschutz tätige Laien, bis hin zu UniversitätsmitarbeiterInnen, dass solch eine genetische Vielfalt auch für die verbliebenen Laubfroschpopulationen hilfreich und das Ziel aller Maßnahmen sei. Entsprechend werden voreilig "mal eben" Mischpopulationen geschaffen, weil das "gut sei". Diese künstlichen, menschgeschaffenen Hybridpopulationen sollen dann den Laubfrosch im Lande erhalten. Neudeutsch und mit einem Wort: "Nonsense"!
... weiter lesen

Weiterer Lese-Tipp im Zusammenhang von "Aussetzungen"
Gebietsfremde Mauereidechsen gefährden einheimische Eidechsenarten:
Mauereidechsen in Niedersachsen - streng geschützte oder invasive Art?

Die Mauereidechse zählt zu den streng geschützten Tierarten. In Niedersachsen fehlt sie natürlicherweise. Auch für die Mauereidechse gelten daher die Regelungen für gebietsfremde Arten. Da Niedersachsen sehr weit vom natürlichen Verbreitungsareal entfernt ist, fällt sie nicht unter den Schutz der "FFH-Richtlinie", aber auch nicht unter die Bundesartenschutzverordnung. Dies ist seit kurzem "offiziell". Ein begrüßenswerter rechtlicher Schritt in die richtige Richtung! In Bayern und Rheinland-Pfalz wid die FFH-Richtlinie nun auch entsprechend angewendet (kein Schutz außerhalb des natürlichen Verbreitungsareals).
Statt sich daher mit diesen Kuriositäten zu beschäftigen, sollten sich die zuständigen Behörden, doch endlich der letzten existierenden autochthonen Populationen stark gefährdeter Arten, beispielsweise des Laubfrosches annnehmen - und dies der Art wegen, und nicht nur im Zusammenhang von Baumaßnahmen... .
... weiter lesen bei dem Artportrait Mauereidechse, inklusive aktuellem Literatur-Download

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